单选题
Text C
Kopf frei für das Wesentliche
Mathematiker sind weltfremd, Biologen tierlieb, Frauen sensibel und M?nner durchsetzungsstark, Skinheads sind absto?end, Sozialarbeiter aber sympathisch: Klischeebilder wie diese haben eine wichtige Funktion und bestimmen unsere Vorstellungen – oft sogar mehr, als uns lieb ist.
Was aber, wenn es ein junges M?dchen ist, das den Banküberfall verübt? Was, wenn ein gef?hrlich aussehender Punk ist, der der alten Dame über die Stra?e hilft? Solche ?unerwarteten“ Informationen merken wir uns anscheinend besonders gut. Daraus wird deutlich, dass unser Gehirn offenbar versucht, neue Informationen effizient zu verarbeiten. Das hat Katja Ehrenberg, Psychologin an der Universit?t Bonn, in einer vor kurzem abgeschlossenen Studie festgestellt.
Robert ist Skinhead, Stefan Sozialp?dagoge, und beide haben etwas gemeinsam: Sie existieren nur in den Zeichenfolgen eines Computerprogramms, mit dem Katja Ehrenberg vom Institut für Psychologie an der Universit?t Bonn den Sinn so genannter ?Stereotypen“ untersucht.
Am Bildschirm hat die Doktorandin Portr?tfotos gebastelt, die dem Klischee entsprechen – Robert ist kahl geschoren, bullig, und blickt uns mit kalten Augen an. Stefan hat gescheitelte Haare und ein offenes L?cheln auf dem Gesicht. Au?erdem hat sich Frau Ehrenberg zu ihren beiden virtuellen Personen eine Reihe von Aussagen einfallen lassen, sowohl positive als auch negative: zum Beispiel, dass Skin Robert seinen Freunden hilft, wo er kann, seinen Müll trennt und keine Ausl?nder mag. Oder dass Stefan für Bettler nie eine Mark übrig hat, grunds?tzlich nicht sein Auto verleiht, aber ein guter Zuh?rer ist und gut mir Kindern umgehen kann.
Insgesamt 400 Versuchspersonen haben Robert und Stefan inzwischen kennen gelernt, mitsamt ihren positiven und negativen Eigenschaften. Sollten sie nach dem Experiment die einzelnen Aussagen wieder der richtigen Person zuordnen, so gelang ihnen das wesentlich h?ufiger, wenn die Eigenschaft in Widerspruch zu der Erwartungshaltung gestanden hatte.
Daran, dass Stefan Bettlern kein Geld gibt, erinnerten sich mehr Versuchspersonen als daran, dass er gut zuh?ren kann. Dieser Effekt verst?rkte sich noch, wenn die Versuchspersonen w?hrend des Experiments abgelenkt waren, -- nebenbei ?mit einem Ohr“ aufgeschnappten Informationen pr?gt man sich vor allem dann ein, wenn sie überraschend sind.
?Dass wir uns vor allem Abweichungen von der erlernten Norm merken, ist durchaus sinnvoll“, ist die Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Sozial- und Pers?nlichkeitspsychologie von Professor Karl Christoph Klauer überzeugt. ?In der Regel fahren wir damit nicht schlecht: Alles, was nicht zu unseren Erfahrungen passt, merken wir uns, und ansonsten orientieren wir uns an den Stereotypen. Ohne diese Strategie w?ren wir angesichts der Informationsfülle, die t?glich auf uns hereinprasselt, v?llig überfordert.“ Die Klischeebilder dienen uns sozusagen als Schablone, zu der wir nur noch die Abweichungen registrieren. So kann unser Gehirn die zu verarbeitende Datenmenge auf ein ertr?gliches Ma? reduzieren, indem es alles, was uns nicht überrascht, vergisst und bei Bedarf aus dem Klischeebild rekonstruiert.
单选题
Welche Rolle spielen Klischees?
【正确答案】
【答案解析】
单选题
Wie gehen wir mit Informationen um, die unseren Klischees widersprechen?
【正确答案】
【答案解析】
单选题
Wer sind Robert und Stefan?
【正确答案】
【答案解析】
单选题
Wann konnten die Versuchspersonen sich eine Aussage zu einer Person besonders gut merken?