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Text 1

Die Finnlandisierung österreichs fällt aus

Einen ,,heißen Herbst''hatte der österreichische Industrielle und frühere sozialdemokratische Finanzminister Hermes Androsch noch vor kurzem prophezeit. Das von ihm initiierte Bildungsvolksbegehren „Österreich darf nicht sitzen bleiben'', das von Donnerstag voriger Woche bis gestern zum Unterzeichnen auflag, sollte ein großes Signal an die Politik werden, endlich das österreichische Bildungssystem zu reformieren. Eine ,,Finnlandisierung''forderten die Organisatoren des Volksbegehrens, ein breites Bündnis, das von der Industrie über Arbeitnehmervertretungen, Studentenorganisationen, den Interessensvertretungen der Kindergartenpädagogen bis hin zur Kanzlerpartei SPÖ und den österreichischen Grünen reichte.

Doch die Finnlandisierung österreichs fällt aus—vorerst zumindest. Denn gerade einmal 6,07 Prozent der wahlberechtigten österreicher haben an dem Begehren teilgenommen: 383.820 Unterschriften wurden insgesamt gezählt—deutlich weniger als bei vergangenen Volksbegehren. Auch die zahlreichen Publikumslieblinge wie der Tatort-Kommissar Harald Krassnitzer, die Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger oder Kabarettist Josef Hader, die für das Begehren geworben hatten, konnten die Massen offenbar nicht dazu bewegen, zum Magistrat zu gehen und zu unterzeichnen.

Der mangelnde Zuspruch ist eine Niederlage für Hannes Androsch, der vor dem Start des Begehrens den Wunsch geäußert hatte, 90 Prozent der Wahlberechtigten mögen doch bitte seine Bildungsideen unterstützen. ,,Ein höchst respektables Ergebnis" nannte Androsch das Ergebnis später. Und auch wenn dies nach Schönrednerei klingt, so hat sein Projekt doch etwas erreicht: Zum einen wurde die Anzahl von 100.000 Unterschriften locker überschritten. Deshalb muss sich nun das österreichische Parlement mit dem Begehren beschäftigen—unverbindlich.

Zwölf Punkte umfasste das Programm, von der flächendeckenden Einführung der Ganztagsschule, einer besseren Finanzierung der Universitäten, einem gemeinsamen Unterricht von der 1. bis zur 9. Schulstufe bis hin zu mehr Chancengerechtigkeit für Kinder mit Migrationshintergrund.

Zudem ist es das Verdienst der Initiative, dass in österreich endlich einmal ausführlich über das Bildungssystem debattiert wurde. Der war auch nötig. Schließlich hatten sich die beiden Regierungsparteien zuvor, als das Thema Bildung angesprochen wurde, in ihre parteipolitischen Schützengräben zurückgezogen. Die SPÖ trat für eine Gesamtschule ein, die ÖVP war dagegen. Dasselbe wiederholte sich in vielen anderen Bildungsthemen. Dass diese Blockadehaltung nun zumindest etwas aufgeweicht wurde, ist ein Erfolg des Bildungsbegehrens. Noch vor dem Start der Unterzeichnungsfrist waren einige Punkte aus Androschs Programm bereits erfüllt worden: Die Ganztagsschule kommt zwar nicht flächendeckend, das Angebot soll aber zumindest ausgebaut werden. Auch eine Schulreform wurde auf den Weg gebracht.

Ob dies tatsächlich die großen Reformen im Bildungsbereich sein werden, wird sich erst erweisen. Aber eines steht jetzt schon fest: Ohne eine derartige zivilgesellschaftliche Initiative wie das Bildungsvolksbegehren hätte das Thema Bildung in den vergangenen Monaten wohl kaum ein derartig wichtiges werden können. (428 Wörter)

(Quelle: www.zeit.de, leicht gekürzt und geändert)

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单选题
【正确答案】 C
【答案解析】

文章开头就提到“heißen Herbst”, 并非真得指天气的变化, 而是通过比喻来形容奥地利人会积极支持由他发起的全民公投, 并最终促成奥地利教育体系的改革。 因此c项正确, a项错误。 Hannes Androsch要求是对奥地利的教育系统(Bildungssystem) 进行改革, 并非是财政系统(Finanzsystem) , b项显然错误。

单选题
【正确答案】 B
【答案解析】

原文第一段最后一句明确提到“Eine ,,Finnlandisierung“ forderten dieOrganisatoren des Volksbegehrens, ein breites Bündnis, das von der Industrie über Arbeitnehmervertretungen...Grünen reichte”, 即公投的组织者是一个广泛的联盟, 包括奥地利工业界、 职工代表团体、 学生组织、 社民党和绿党, 他们都要求奥地利教育体系采用芬兰的教育模式。 因此b项正确, a项错误, c项错误。

单选题
【正确答案】 A
【答案解析】

文章第二段第二句提到“...6,07 Prozent der wahlberechtigten...383.820Unterschriften...”, a项显然正确。 选项b认为“因为有很多公众人物的呼吁, 所以这次有更多的人参与了公投”, 但根据文章第二段最后一句, 虽然Harald Krassnitzer等公众人物呼吁大家进行公投, 却仍然未能将很多人吸引到市政厅参与公投和签名。 因此b、 c项的表述均与原文不符, b、 c项均错误。

单选题
【正确答案】 C
【答案解析】

根据原文第三段可知Hannes Androsch在公投前表示说, 希望有90%的人支持他, 但事实上仅有6.07%参与公投, 有383,820人签名, 这是低于预期的, 但仍然取得了成功。 选项c的表述与原文相符, 因此选择c项。 a选项与原文意思相反,因此a选项是错误。 选项b认为“公投的失败在于公众人物的不感兴趣”, 但根据上题可知很多公众人物是呼吁人们参与公投的。b选项的表述与原文相反, 因此是错误的。

单选题
【正确答案】 A
【答案解析】

文章第四段明确提到“Zwölf Punkte umfasste das Programm...”, 即公投共包含12大项, 因此选项a认为“公投发起者为公投设计了丰富的内容”是正确的, 故选择a项。 原文第四段提到“...Einführung der Ganztagsschule, einer besseren Finanzierung der Universitäten...”, 即公投赞成为大学提供更好的经济支持和扩建全日制学校, 选项b的表述与原文不符, 因此b项错误。 文章第四段提到“...einem gemeinsamen Unterricht...für Kinder mit Migrationshintergrund”, 即给移民家庭的孩子一起上课的机会, 并非是单独设立班级, 因此c项错误。

单选题
【正确答案】 B
【答案解析】

文章第三段最后一句明确提到“Deshalb muss sich nun das österreichische Parlement mit dem Begehren beschäftigen...”, 即尽管只有6.07%的选民参加公投, 但由于公投获得了超过十万个签名, 奥地利议会就必须对此做出处理。因此a、 c项错误, b选项正确。

单选题
【正确答案】 B
【答案解析】

原文第五段第一句中明确提到“...in österreich endlich einmal ausführlich über das Bildungssystem debattiert wurde”, 因此b项认为“虽然这次公投目前来看失败了, 但却促使人们对教育展开新的讨论”与原文相符, 选择b项。 选项a认为“公投的失败说明奥地利人根本不关心教育”, 但从原文中我们无法得出这样的结论, 因此选项a是错误的。 选项c认为“公投的失败表明奥地利的教育体系根本不需要讨论”, 这与原文不符, 因此c项是错误的。

单选题
【正确答案】 C
【答案解析】

原文最后一句提到“...hätte das Thema Bildung…kaum ein derartig wichtiges werden können”, 这与与c项意思相符, 因此选择c项。 文章第五段第三句提出“Die SPÖ trat für eine Gesamtschule ein, die ÖVP war dagegen”, 这说明在很多教育问题上, 联合政府的两党意见是相左的, a项显然错误。 选项b认为“过去几个月 里,发起者的几乎所有要求都得到了实施”, 但依据原文第五段可知仅仅是几点要求得以实现, 故b选项错误。