Am Computer wird vor allem gespielt
Kinder und Jugendliche spielen am liebsten am Computer, schreiben damit Texte, nutzen ihn, um Hausaufgaben zu machen und ins Internet zu gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Institutes für Sozialforschung, Informatik und soziale Arbeit. Zwischen September 1999 und Februar 2000 wurden dafür 903 Berliner Schüler der Klassen sieben bis elf und 893 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 27 Jahren auf der Funkausstellung 1999 befragt.
Nach der Studie nutzen drei Viertel von ihnen den Computer am häufigsten zu Hause. Auch bei Freunden und Bekannten und in der Schule wird mit dem Computer gearbeitet, während sich in Jugendfreizeiteinrichtungen und Bibliotheken wenige an den Computer setzen. An erster Stelle rangiert das Spielen, gefolgt vom Wunsch, sich mit dem PC weiterzubilden. Jeder zweite Befragte gibt außerdem an, einen Computer zu nutzen, wenn ihm langweilig ist.
Dass der Computer für den künftigen Beruf notwendig ist, glaubt der überwiegende Teil der befragten Jungen, so zeigt die Untersuchung, für sie ist das Arbeiten mit dem PC eine schöne Freizeitbeschäftigung, die mehr Spaß macht als Bücher lesen. Mädchen dagegen lesen lieber oder sehen fern.
Wie die Untersuchung zeigt, besitzen Jugendliche, die Computer häufig benutzen und auch im Internet surfen, ein höheres Selbstvertrauen als jene, die nur ab und zu den PC anschalten. Drei Viertel der befragten, die das Internet nutzen, schreiben E- Mails an Freunde oder suchen Informationen.
Die Studie beweist, dass Computer in Schulen und Jugendklubs effektiver genutzt werden müssen. Es ist denkbar, dass Schul-Computer auch nach dem Unterricht oder in den Ferien für die Jugendlichen bereitstehen. Gleichzeitig sollten in Freizeiteinrichtungen PCs den Jugendlichen vormittags zur Verfügung gestellt werden.